10 Feb 2026

SAFE-Index: Optimismus der Führungskräfte steigt im Februar weiter

Führungskräfte berichten von guten Gewinnen und Effizienzsteigerung, trotz Gegenwind durch den schwachen Dollar

Ein Hochhaus vor sonnigem Himmel.

Im Februar ist der SAFE-Index zur Manager-Stimmung von +0,31 auf +0,51 Punkte gestiegen. Das zeigt, dass börsennotierte Unternehmen in Deutschland über gute Geschäftsergebnisse sowie zuversichtlichere Erwartungen berichten. Auf den Analystenkonferenzen im Januar betonten die Führungskräfte wiederholt gute Geschäftszahlen für 2025, Effizienzverbesserungen, aber auch herausfordernde Wechselkurseffekte.

Der SAFE-Index im Verlauf, im Februar zeigt dieser einen Wert von +0.51 Punkten an

„Die Verbesserung des SAFE-Index in den letzten Monaten zeigt, dass Führungskräfte zunehmend optimistisch auf die Lage ihrer Unternehmen blicken“, sagt Florian Heider, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung SAFE. „Managerinnen und Manager verwenden eine Sprache, die auf eine solide aktuelle Situation und günstige Aussichten für 2026 hindeutet.“

Unternehmen berichten von starken Geschäftsergebnissen für 2025. Das spiegelt sich in häufig verwendeten positiven Formulierungen wie „Fortschritte erzielt*“, „starkes Momentum“, „operative Effizienzen“ und „deutlich verbessert“ wider. Eine Führungskraft betonte: „Wir haben 2025 Rekordgewinne erzielt …“, während andere ein starkes Gewinnwachstum hervorhoben.

Effizienzsteigerungen senken Kosten

Die Führungskräfte verwiesen auf strukturelle Verbesserungen der Kostenbasis und laufende Effizienzprogramme. Eine Führungskraft merkte an: „Unsere Kostenbasis für 2025 liegt fast 1 Milliarde Euro unter der von 2021.“ Eine andere beschrieb, wie Effizienzsteigerungen die Profitabilität stützen: „Wir haben dieses Wachstum selbst finanziert, indem wir operative Effizienzsteigerungen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro erzielt haben …“

Die Unternehmensführungen bestätigten häufig ihre Geschäftsprognosen und erwarteten weiter steigende Profitabilität durch anhaltende Kostendisziplin. Eine Führungskraft erklärte: „Wir haben auch Pläne vorgelegt, um unsere Kosten-Ertrags-Quote von 64 % im Jahr 2025 auf unter 60 % zu verbessern.“ Solche Pläne zur weiteren Effizienzsteigerung deuten darauf hin, dass einige Manager in Zukunft Produktivitätssteigerungen insbesondere durch KI erwarten.

Auswirkungen von Wechselkursfaktoren

Gleichzeitig erwähnen die Managerinnen und Manager Gegenwind aufgrund von Wechselkurseffekten. Vor allem der schwache US-Dollar belastet die Gewinne der Unternehmen. Wie eine Führungskraft anmerkte: „Die Nettogewinne werden ganz sicher durch Wechselkurse und Wechselkursverluste beeinflusst.“ Eine andere sprach von stabilen Umsätzen im Jahr 2025 „trotz niedrigerer Zinsen und Wechselkursdruck“.

Der SAFE-Index im Februar bildet dabei erst den Beginn der Berichtssaison ab. „Im Januar haben nur wenige Unternehmen Analystenkonferenzen zu den Gesamtjahresergebnissen 2025 abgehalten. Es handelt sich dabei vor allem um Unternehmen aus dem Finanz- und IT-Sektor, die traditionell zu den ersten Branchen gehören, die ihre Zahlen vorlegen. Im März wird der SAFE-Index das vollständige Bild über alle Branchen hinweg liefern. Interessant wird sein, ob die Stimmung der Führungskräfte in den anderen Sektoren ebenfalls gestiegen ist oder ob sich eine Divergenz zwischen den Sektoren zeigt“, sagt Alexander Hillert, der das Forschungsteam hinter dem SAFE-Index leitet.

SAFE-Index zur Manager-Stimmung 

Der SAFE-Index zur Manager-Stimmung (SAFE Manager Sentiment Index) misst monatlich, wie optimistisch oder pessimistisch sich Führungskräfte von börsennotierten Unternehmen in Deutschland äußern. Entwickelt von Alexander Hillert und seinem Team am Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE, basiert der Index auf einer automatisierten Textanalyse, die positive und negative Aussagen in Geschäftsberichten und Analystenkonferenzen auswertet. Der Index bietet Einblicke in die Investitionsbereitschaft sowie mögliche Trends bei Aktienrenditen. Der Index basiert auf einem rollierenden Dreimonatsfenster von Daten. 

Das Team misst außerdem seit Mai 2025 systematisch die in der Finanzmarktkommunikation geäußerte Unsicherheit der Unternehmen und verwendet dazu das Loughran and McDonald Dictionary of Uncertainty Words. Diese Analyse erfasst, wie oft Führungskräfte Unklarheit, Risiko oder Zweifel zum Ausdruck bringen und ermöglicht es, herauszufinden, worüber sich Manager:innen unsicher sind. 

Die weiteren geplanten Veröffentlichungstermine sind:

  • Dienstag, 10. März 2026
  • Dienstag, 14. April 2026
  • Montag, 11. Mai 2026
  • Mittwoch, 10. Juni 2026
  • Donnerstag, 09. Juli 2026

*Übersetzungen aus dem Englischen; Originalaussagen siehe englische Pressemitteilung.