Buchvorstellung und Diskussion "Das Gesetz des Kapitalismus und wie wir es überwinden können"


20. Okt. 2026 17:00 Uhr
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20. Okt. 2026 18:30 Uhr

Das Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE und das Institut für Bank- und Finanzgeschichte e.V. laden Sie herzlich ein:

Das Gesetz des Kapitalismus und wie wir es überwinden können
Buchvorstellung mit Diskussion

Am 20. Oktober 2026 von 17:00-18:30 Uhr, auf dem Campus Westend, House of Finance, 
Theodor-W.-Adorno Platz 3, 60323 Frankfurt

Autorin: Katharina Pistor, Columbia University
Diskussion mit: Ulrich Bindseil, Frankfurt School & SAFE
Moderation: Tobias Tröger, Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE

Anmeldung

Zum Buch
Der Kapitalismus wird herkömmlicherweise als Wirtschaftssystem beschrieben, ist aber in Wahrheit ein tief verwurzeltes Rechtssystem, wie Katharina Pistor in ihrem fesselnden neuen Buch zeigt. Das Recht liefert sowohl die Grundlage für die Kodifizierung von Objekten und Ideen als Kapitalvermögen wie auch die Mittel, um nötige Beschränkungen des Profitstrebens zu umgehen. Auch wenn der Kapitalismus einen in der Geschichte beispiellosen Wohlstand geschaffen haben mag, ist er maßgeblich für die beiden größten Probleme verantwortlich, mit denen wir derzeit konfrontiert sind: die Erosion des sozialen Zusammenhalts, die die Demokratie untergräbt, und die Bedrohungen, die vom Klimawandel ausgehen. Sein Gesetz muss daher überwunden werden! 

Beteiligte
Katharina Pistor
Nach Stationen am Max-Planck-Institut in Hamburg, der Harvard Law School und der Harvard Kennedy School ist Katharina Pistor seit 2001 Edwin B. Parker Professor of Comparative Law an der Columbia Law School. Ihre Forschung befasst sich mit Kapitalismus, Recht und Finanzsystemen sowie der Rolle des Rechts bei der Schaffung und Sicherung privaten Vermögens. Weitere Schwerpunkte sind Macht- und Informationsasymmetrien durch die Verarbeitung von Kundendaten sowie der Einfluss globaler Geldsysteme auf staatliche Souveränität. Aktuell arbeitet sie mit Co-Pierre Georg an „Coded Power“, einem Buch über Machtkonzentration durch rechtliche und digitale Codes. 

Ulrich Bindseil war insgesamt 31 Jahre im Zentralbankwesen tätig, unter anderem bei der Deutschen Bundesbank, dem Europäischen Währungsinstitut und von 1998 bis 2025 bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Dort bekleidete er verschiedene Führungspositionen, zuletzt als Generaldirektor für Marktinfrastruktur und Zahlungsverkehr. Zudem war er Mitglied mehrerer Ausschüsse der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Vor seiner Berufung zum Professor of Practice in Financial Infrastructure an die Frankfurt School, war er Honorarprofessor an der Technischen Universität Berlin.

Tobias Tröger ist Professor für Privat-, Handels- und Wirtschaftsrecht an der Goethe-Universität Frankfurt und Direktor des Law and Finance Clusters bei SAFE sowie des Forschungszentrums LawFin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Gesellschaftsrecht, in der Bankenregulierung sowie in der ökonomischen Analyse des Rechts.

Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung erforderlich ist. Die Teilnahme ist kostenlos.