Beim 12. Cambridge Corporate Finance Theory Symposium vom 26. bis 27. September 2025 in Cambridge, Großbritannien, gewann SAFE-Postdoktorand Markus Parlasca den Best Paper Award für seine gemeinsam mit Paul Voss verfasste Studie „Voting and Trading on Public Information”.
Die Studie untersucht, wie sich die Veröffentlichung von Informationen auf die Entscheidungsfindung von Aktionär:innen auswirkt. Parlasca und Voss entwickeln einen theoretischen Rahmen, in dem Investor:innen sowohl über Unternehmensvorschläge abstimmen als auch vor der Abstimmung mit Aktien handeln können.
Die Autoren zeigen, dass öffentliche Informationen uninformierten Aktionär:innen helfen, fundiertere Abstimmungen abzugeben. Sie können jedoch auch privat informierte Anleger:innen dazu veranlassen, ihr Wissen für Handelsgeschäfte zu nutzen, anstatt an der Abstimmung teilzunehmen. Infolgedessen werden im Abstimmungsprozess möglicherweise weniger Informationen zusammengetragen, was zu weniger effizienten Unternehmensentscheidungen führen kann. Die Studie zeigt, dass mehr Transparenz nicht immer zu besseren Governance-Ergebnissen führt, und hebt wichtige Kompromisse zwischen Marktliquidität und informierten Abstimmungen hervor.
Parlasca kam im September als Postdoktorand für ein Jahr zum Financial Intermediation-Team. Um bei SAFE zu arbeiten, ist er von seiner Stelle als Assistenzprofessor für Finanzwesen an der Wirtschaftsuniversität Wien freigestellt. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften der Universität Cambridge und einen Master-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften der Universität Oxford, wo er auch in Wirtschaftswissenschaften promovierte.
Gruppenfoto: CCFin (Cambridge Centre for Finance) - Research Centre Funded by CERF (Cambridge Endowment for Research in Finance)