Welche Auswirkungen werden Stablecoins auf das Finanzsystem haben, und was bedeutet ihre zunehmende Verbreitung für die Entwicklung des digitalen Euro? Am 11. Juni 2026 veranstalteten das Leibniz-Institut SAFE und die Universität Stockholm im Rahmen der 8. FutFin.Info-Konferenz an der Goethe-Universität eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Stablecoins and Europe’s Monetary Sovereignty“.
Stablecoins sind nicht nur eine technologische Innovation im Bereich des digitalen Zahlungsverkehrs, sondern stellen auch eine neue Klasse geldähnlicher Finanzinstrumente dar. Als solche können sie erhebliche Auswirkungen auf die Märkte für Staatsanleihen, die traditionelle Bankenintermediation, die Finanzstabilität und die Transmission der Geldpolitik haben. In einer Zeit, in der weltweit Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte entwickelt werden und Zentralbanken ihre Arbeiten an digitalen Währungen vorantreiben, wirft der rasante Aufstieg von Stablecoins wichtige wirtschaftliche und politische Fragen auf.
Besetzung der Podiumsdiskussion
Die Chancen und Herausforderungen von Stablecoins diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Zentralbankwesen, Finanzaufsicht und Privatwirtschaft. An der Diskussion nahmen Angela Maddaloni (Europäische Zentralbank), Olli Castrén (Europäische Bankenaufsichtsbehörde), Bernardo C. Barradas (J.P. Morgan SE), Matthew Osborne (Ripple) und Tobias Berg (SAFE und Goethe-Universität Frankfurt) teil. Moderiert wurde die Veranstaltung von Tatiana Farina (SAFE) und Michał Dzieliński (FutFinInfo und Stockholm University).
Das Policy-Panel war Teil der „8th Future of Financial Information Conference“ und wurde durch eine Keynote von Luc Laeven, Forschungsdirektor der Europäischen Zentralbank, mit dem Titel „Central Bank Digital Currencies, Private Credit, and Information“ eingeleitet.