Corona-Epidemie: Haushalte wenig besorgt um wirtschaftliche und gesundheitliche Lage

Repräsentative Befragung kann zunehmende wirtschaftliche Ängste nicht bestätigen

Eine regelmäßige Befragung von mehr als 7.000 Haushalten zeigt, dass die Sorgen um die persönliche wirtschaftliche Lage geringer sind, als die aktuelle mediale Berichterstattung vermuten lässt. Das geht hervor aus dem Haushaltskrisenbarometer des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung SAFE, Nielsen-Frankfurt und dem Lehrstuhl für Finanzen und Ökonomie an der Goethe-Universität Frankfurt. In der jüngsten Befragung, die zwischen dem 17. und 20. April stattgefunden hat, erwarten fast drei Viertel der Haushalte (73 Prozent) in den kommenden sechs Monaten keine Einkommensveränderungen. Weniger als ein Viertel gibt an, derzeit Einkommenseinbußen durch die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu haben. Zudem sinkt der Anteil der Befragten, die sich Sorgen um die eigene Gesundheit machen, im Vergleich zu Umfragen aus den Vorwochen.

Kernstück des Haushaltskrisenbarometers ist die Auswertung von Fragen, die alle zwei Wochen den Haushalten des Nielsen Consumer Panel gestellt werden. Die große Zahl der kontinuierlich befragten Haushalte und die Möglichkeit, die Antworten mittels statistischer Verfahren repräsentativ zu machen, ergeben ein belastbares und zeitnahes Bild der wirtschaftlichen Lage, des (Konsum-)Verhaltens und der Erwartungen der gesamten Bevölkerung. Angereichert wird dies durch Einblicke in das tatsächliche Kaufverhalten anhand der für alle Haushalte erfassten Einkäufe sowie durch die Verknüpfung mit weiteren Forschungsergebnissen und Hintergrundinformationen.