SAFE dankt Peter Praet

Mit dem Ende seiner Amtszeit bei der Europäischen Zentralbank verlässt Praet nach sechs Jahren als Vorsitzender den SAFE Policy Council

Peter Praet hat am vergangenen Dienstag zum letzten Mal als Vorsitzender die Sitzung des SAFE Policy Councils geleitet. Am 31. Mai 2019 endet seine Amtszeit als Direktoriumsmitglied und Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), zugleich gibt er die Tätigkeit als Vorsitzender des SAFE Policy Councils auf. Praet hatte den Vorsitz des Beratungsgremiums seit der Gründung des Forschungszentrums SAFE im Jahr 2013 inne, seine Nachfolge steht noch nicht fest.

Das Gremium berät das Policy Center, das sich bei SAFE der wissenschaftsbasierten Politikberatung widmet, und unterstützt es in seinen Bemühungen, ein Netzwerk von Politikern und politischen Institutionen innerhalb und außerhalb Europas aufzubauen und für den Dialog zu nutzen.

Nach der regulären Sitzung des Policy Councils sprach Jan Pieter Krahnen, Programmdirektor des Policy Centers, Peter Praet bei einem Empfang seinen Dank für die Arbeit in den vergangenen Jahren aus. „Peter Praet hat eine Schlüsselrolle gespielt beim Aufbau von SAFE, von der Gründung bis zur kürzlich erfolgten Verstetigung. Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar“, sagte Krahnen. Er hob die Rolle des Beratungsgremiums hervor, das die Arbeit des Policy Center schon über viele Jahre kritisch begleite, relevante Themen identifiziere und wichtige Impulse gebe.

John Berrigan, Deputy Director-General für Financial Stability, Financial Services and Capital Markets Union bei der Europäischen Kommission, dankte Praet als dessen Stellvertreter im Namen des Gremiums. „Peter Praet war der ideale Vorsitzende für den SAFE Policy Council“, sagte Berrigan. Er hob zwei Eigenschaften Praets hervor: Erstens sein festes Bekenntnis zur europäischen Integration, und zweitens, nicht naiv zu sein und die Vor- und Nachteile möglicher Politikmaßnahmen auf dem Weg zu mehr europäischer Integration zu erkennen.

Praet skizzierte in seiner Rede die Herausforderungen, vor denen die Europäische Union nun stehe. Angesichts der Lage gebe es eine große Dringlichkeit für mehr Zusammenarbeit in Europa. Als Beispiele nannte er den Brexit und die Nachwirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise. „Ich wünsche SAFE auch in Zukunft viel Erfolg dabei, einen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderungen zu leisten“, sagte Praet.