09 Dec 2021

SAFE-Forschende beteiligen sich an visionärem Projekt zu Künstlicher Intelligenz

Förderung von rund 1,5 Millionen Euro verbindet Expertise aus Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Psychologie, Medizin, Informatik und Bildungsforschung

Zwei Wissenschaftler:innen des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung SAFE arbeiten an einem Forschungsprojekt mit, das ergründen soll, wie sich Künstliche Intelligenz auf die Gesellschaft auswirken wird. Unter dem Titel „From Machine Learning to Machine Teaching (ML2MT) – Making Machines AND Humans Smarter“ sind Loriana Pelizzon, Leiterin der SAFE-Forschungsabteilung Financial Markets, und Tobias Tröger, Leiter des SAFE-Clusters Law & Finance, an dem interdisziplinären Vorhaben beteiligt. Die Koordination liegt bei SAFE Fellow Oliver Hinz, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement an der Goethe-Universität Frankfurt, der das Projekt gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen verschiedener akademischer Disziplinen beantragt hat.

Mit insgesamt 9,8 Millionen Euro fördert die VolkswagenStiftung sieben Projektkonsortien aus den Gesellschafts- und Technikwissenschaften. Mit der Initiative „Künstliche Intelligenz“ soll die fach- und länderübergreifende Forschung zur verantwortungsvollen Weiterentwicklung von KI-Systemen gefördert werden. Neben Loriana Pelizzon, Tobias Tröger und Oliver Hinz sind Wissenschaftler:innen aus den Fachgebieten Entwicklungspsychologie, Medizin, Informatik und Bildungsforschung eingebunden.

Was Menschen von Maschinen lernen können und umgekehrt

Der Erfolg von lernenden Maschinen wie im Paradebeispiel des Brettspiels Go (in der Computerversion „AlphaGo Zero“) hat die Wissenschaftler:innen inspiriert. Ihr Projekt zielt auf ein besseres Verständnis davon ab, wie Menschen und Maschinen in kollaborativen Mensch-KI-Systemen miteinander neues Wissen erschließen können. Zu diesem Zweck werden die analytischen und technischen Grundlagen erforscht, die für den erfolgreichen Transfer neuen Wissens von intelligenten Maschinen auf Menschen und umgekehrt verantwortlich sind.

Ausgangspunkt für die Untersuchungen sind hybride Mensch-Maschine-Systeme in Fallstudien aus der medizinischen Diagnostik, der wirtschaftlichen Entscheidungsfindung und der Finanzmarktprognose. Das Team will verallgemeinerbare sozio-technologische und psychologische Erkenntnisse ableiten und Empfehlungen geben, um die Interaktion zwischen Mensch und Maschine weiter zu verbessern.

Alle ausgewählten Vorhaben sind auf drei bis vier Jahre angelegt und erhalten jeweils rund 1,5 Millionen Euro Förderung. Die Initiative „Künstliche Intelligenz ‒ Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft von morgen“ läuft seit 2017, bis heute wurden insgesamt 33,9 Millionen Euro bewilligt. 2022 wird die Initiative inhaltlich weiterentwickelt.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt „From Machine Learning to Machine Teaching (ML2MT) – Making Machines AND Humans Smarter“ finden sich hier.


Wissenschaftlicher Kontakt

Prof. Loriana Pelizzon, Ph.D.

Direktorin Forschungsabteilung "Financial Markets"

Prof. Dr. Tobias Tröger

Direktor Forschungscluster "Law and Finance"