Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft empfiehlt, die Bund-Länder-Förderung des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung SAFE fortzusetzen. Die Entscheidung basiert auf einer hervorragenden Bewertung durch ein Team von international renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die das Institut 2025 turnusgemäß evaluiert hat. Die Stellungnahme des Senats dient der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) zur Überprüfung der Fördervoraussetzungen.
Die Bewertungsgruppe hebt besonders die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit von SAFE hervor: „SAFE kann auf eine hervorragende Bilanz wissenschaftlicher Erfolge zurückblicken“, heißt es in ihrem Bewertungsbericht. Alle wissenschaftlichen Abteilungen wurden als sehr gut bis exzellent bewertet. Die Forschung des Instituts zeichne sich durch eine hohe internationale Sichtbarkeit und eine beeindruckende Publikationstätigkeit in den international führenden Fachzeitschriften aus. „Das Institut hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem der führenden Forschungsinstitute auf dem Gebiet der europäischen Finanzmärkte entwickelt.“ Die Evaluierung von Leibniz-Instituten erfolgt regelmäßig alle sieben Jahre und bildet die Grundlage für die gemeinsame Förderung durch Bund und Länder. Vor sieben Jahren hatte die Bewertung von SAFE als exzellent durch Wissenschaftsrat und Leibniz-Gemeinschaft zur Aufnahme des Instituts in die Gemeinschaft ab 2020 geführt.
Starke Forschung, Infrastruktur und Wissenstransfer
Der Evaluierungsbericht hebt auch den interdisziplinären Ansatz des Instituts hervor. Neben der Einbindung von Politik- und Sozialwissenschaftlern zeichne sich das Institut insbesondere durch seine enge und äußerst erfolgreiche Verknüpfung von Rechtswissenschaft und Finanzforschung aus.
Große Anerkennung fand zudem der Wissenstransfer. Das SAFE Policy Center sorge dafür, dass Forschungsergebnisse regelmäßig in die Politikberatung einfließen und für Regulierungsbehörden aufbereitet werden. Neben wissenschaftlichen Publikationen trägt das Institut mit Policy-Publikationen und öffentlichen Events aktiv zur wirtschaftspolitischen Debatte bei.
Für die kommenden Jahre plant das Institut, seine Forschung im Bereich „Sustainable Finance & Law“ auszuweiten, um die in diesem Bereich anstehenden Transformationsprozesse und Innovationen besser begleiten zu können. Ein langfristiger Fokus liegt außerdem auf dem Aufbau und der Aufbereitung historischer deutscher Finanzdaten der letzten 150 Jahre, um fundierte Analysen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu ermöglichen.
Der Wissenschaftliche Direktor von SAFE Florian Heider sagt dazu: „Unsere hervorragenden Publikationserfolge und unser interdisziplinärer Forschungsansatz haben die Evaluatoren davon überzeugt, dass wir die komplexen Fragen europäischer Finanzmärkte besonders gut erfassen können. Die Verbindung von Finanzökonomie, Recht sowie Politik- und Sozialwissenschaften erlaubt es uns, nicht nur einzelne Marktmechanismen zu analysieren, sondern auch ihr Zusammenspiel und die institutionellen Rahmenbedingungen systematisch mitzudenken. Die positive Bewertung bestätigt damit die strategische Ausrichtung unseres Instituts und bestärkt uns darin, unsere Arbeiten zu robusten und zukunftsorientierten Finanzmärkten weiter zu vertiefen.”
Die Senatsstellungnahme im Evaluierungsverfahren finden Sie hier.