15 Sep 2015

Forschungsprojekt untersucht Volatilitätsunterbrechungen

Peter Gomber, Professor für e-Finance an der Goethe-Universität Frankfurt, erhält Forschungsförderung vom Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung (FIRM) für ein Forschungsprojekt zur systematischen Analyse von Volatilitätsunterbrechungen auf europäischen Aktienmärkten. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt „Management of Market Risks: Regulation and Coordination of Volatility Interruptions in Europe“ startet im Oktober als Teil des SAFE Forschungsprogramms. Ziel ist es, mittels empirischer Analysen und unter Verwendung von Experimenten abzuleiten, ob Volatilitätsunterbrechungen auf den fragmentierten europäischen Märkten ein geeignetes Mittel darstellen, extreme Preissprünge und Marktpreisrisiken zu reduzieren.

Insbesondere vor dem Hintergrund der Vielzahl extremer Preisbewegungen in den letzten Jahren und der hohen Relevanz des Hochfrequenzhandels erscheinen Sicherungsmechanismen wie Volatilitätsunterbrechungen notwendig, um die Integrität der Wertpapiermärkte sicherzustellen. Das Forschungsprojekt zielt daher darauf ab, die Wirkungsweise unterschiedlich ausgestalteter Volatilitätsunterbrechung auf Marktqualitätsparameter wie Volatilität, Liquidität und Preisfindung zu untersuchen. Ebenso soll das Forschungsprojekt Erkenntnisse liefern, ob im zunehmend fragmentierten europäischen Wertpapierhandel eine Koordination der Volatilitätsunterbrechungen notwendig ist. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit können Regulatoren und Marktplatzbetreibern bei der Umsetzung von Sicherungsmechanismen unterstützen und dazu beitragen, Investoren und Intermediäre vor unbegründeten Preissprüngen und Marktpreisrisiken zu schützen.